Workshop - Serie erfolgreich beendet
Unter dem Titel „Shodan für Ältere“ richtete der Judoclub Arashi Dresden auch in diesem Jahr wieder die Workshop Serie aus. In insgesamt 5 Tageskursen wurden mit uns die Basics des Judo trainiert und das Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben, um die nächste Graduierung zu meistern.
Die rund 30 wissbegierigen, motivierten und erfahrenen Judoka haben die anstrengenden, aber vor allem sehr lehrreichen Wochenenden erfolgreich absolviert.
Zum Beginn der Workshop-Serie stellte Norbert die Inhalte der neuen Dan Graduierungsordnung vor und erklärte den weiteren Ablauf. Viele Fragen, die sich im Vorfeld der Workshops stellten, konnten so bereits an dieser Stelle geklärt werden. Nachdem der Ablauf und die Theorie besprochen waren, übernahmen die Referenten Anne Woischneck und Erik Tschierlei den Praxisteil.
Am ersten Workshoptag drehte sich alles um das Thema „Nage-waza“. Nacheinander wurden die fünf Wurfgruppen besprochen. Anne und Erik zeigten gemeinsam die Wurftechniken und gingen dabei ebenfalls auf die Theorie dahinter ein. Es wurden die Wurfprinzipien und Kontaktpunkte dargestellt und auf welche Schwerpunkte es zu achten gilt. Die beiden Referenten zeigten eine Vielzahl an Lösungsansätzen für die Aufgaben im ersten und zweiten Dan. Beim Üben der Techniken und gezeigten Wurfeingänge gab auch Norbert mit seiner jahrelangen Erfahrung viele gute Hinweise.
Nach einer Wiederholung stand am zweiten Workshoptag „Ne-waza“ auf dem Plan. Wie bereits am ersten Tag übernahmen Anne und Erik den Praxisteil. Nacheinander wurden die Gruppen der Shime-waza, Kansetsu-waza und Osaekomi-waza besprochen und die einzelnen Techniken dazu präsentiert.
Wie bereits bei den Standtechniken standen zu Beginn immer erst die zugrundeliegende Theorie und die Prinzipien im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang wies Norbert zudem darauf hin, was zu beachten ist, damit die wesentlichen Punkte der Techniken praxisnah herausgearbeitet werden können und welch wichtige Funktion der Uke dabei zu leisten hat. Anne und Erik zeigten diverse Lösungen aus den Standardpositionen, so dass jeder für sich eine passende Möglichkeit finden konnte.
Das dritte und vierte Wochenende stand unter dem Motto der „Nage-no-kata“. Dieses Modul übernahm Prof. Peter Deegen als Referent. Peter ist seit 1995 Mitglied des Kodokan. Durch seine umfangreichen und detaillierten Kenntnisse aller Kata konnte er den Teilnehmern sowohl die historischen Hintergründe als auch die technischen Prinzipien erläutern und praxisnah demonstrieren. Nach einer Erwärmung, wie er sie in Japan erlernt hatte, wurden nacheinander die einzelnen Gruppen der „Nage-no-kata“ durchgenommen. Gemeinsam mit Erik wurden die Techniken vorgeführt und wichtige Hinweise gegeben. Peter Deegen ging dabei immer wieder auf den historischen Ursprung ein. Beim ersten der beiden Workshops standen die Gruppen der „Tachi-waza“, während sich der zweite um die Gruppen der „Sutemi-waza“ drehte. Die Teilnehmer lernten viel dazu, unter anderem auch zur möglichst besten Unterstützung zwischen Uke und Tori im Zusammenspiel.
Der fünfte Workshop bildete den Abschluss und gab die Möglichkeit, die Techniken der „Nage-waza“ und „Ne-waza“ zu wiederholen, einige weitere Optionen kennenzulernen und den Referenten Fragen zu stellen. Das Trio aus Anne, Norbert und Erik gab wieder viele nützliche Hinweise, auf die beim Üben geachtet werden sollte.
Mit Blick auf alle Workshopwochenenden können sich die Teilnehmer für die Ausrichtung der Workshops durch den Judoclub Arashi Dresden sowie die gute Verpflegung nur bedanken!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Norbert gemeinsam mit Anne, Erik und Peter die Inhalte des ersten und zweiten Dan gut aufgearbeitet und präsentiert hat. Der gute Mix aus Theorie und Praxis sowie die Vielzahl an Beispielen war für alle eine Bereicherung. Alle Teilnehmer konnten viel lernen und sind dem Ziel der nächsten Prüfung einen Schritt nähergekommen.
Anmerkung:
Das Trainerteam des Lehrgangs freut sich über die zahlreichen Teilnehmer und dass wir sie auf ihrem Weg zum schwarzen Gürtel begleiten durften. Es wurden tolle Fortschritte gemacht, und wir wünschen allen, die sich nun der Herausforderung einer Graduierung stellen, viel Erfolg!
Text: Marc Bragulla, Norbert Fahrig, Bild: Benedikt Wolf